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Der Lymphozytentransformationstest für Borrelien (LTT- Borrelien)
Die Diagnose der Borreliose im Frühstadium sollte überwiegend nach klinischen Kriterien erfolgen. Antikörper sind erst bis zu acht Wochen nach der Infektion nachweisbar. Zu beachten ist aber, dass eine nicht geringe Zahl klinisch symptomatischer Fälle aller Stadien serologisch nicht eindeutig zu beurteilen ist und auch deshalb der klinischen Diagnose die größte Bedeutung zukommt.

Außerdem weist der positive Nachweis von borrelienspezifischen Antikörpern lediglich nach, dass in der Vergangenheit eine Borrelieninfektion erfolgte, ob diese zum Zeitpunkt der Untersuchung noch aktiv ist oder die Erreger durch das Immunsystem bzw. eine Therapie eliminiert wurden, kann mit serologischen Methoden nicht entschieden werden. Damit kann auch die Diagnosestellung der Borreliose im Stadium II/III schwierig werden. Hinzu kommt, dass serologische Testmethoden wegen des Polymorphismus der spezifischen Borrelienantigene bis jetzt nicht ausreichend standardisiert wurden und die Beurteilung der Immunoblot-Ergebnisse viel Erfahrung des durchführenden Labors erfordert.

Nach umfangreichen Voruntersuchungen und Erprobung an mehr als 3000 Patienten kann der Lymphozytentransformationstest mit Borrelien-Testantigenen (LTT-Borrelien) zum Nachweis einer aktuell aktiven Borrelieninfektion empfohlen werden. Dabei wird die zelluläre Immunantwort von Blutlymphozyten auf Borrelienproteine nachgewiesen. Der Test fällt nur dann positiv aus, wenn borrelienspezifische T- Lymphozyten im Blut des Patienten vorhanden sind. Diese zeigen an, dass sich das Immunsystem zum Zeitpunkt der Blutabnahme in einer immunologischen Auseinandersetzung mit dem Erreger befindet. Erfolgt daraufhin eine effektive antibiotische Behandlung, wird der LTT- Borrelien ca. 4 bis 6 Wochen nach Therapie überwiegend negativ bzw. es kommt zumindest zu einem signifikanten Rückgang der Stimulationsquotienten (SI- Werte). Das Ergebnis des LTT-Borrelien gibt damit dem behandelnden Arzt einen Hinweis über die Effektivität der antibiotischen Therapie bei dem jeweiligen Patienten.

Ein negativer Befund im LTT-Borrelien-Test schließt eine aktive Infektion allerdings nicht hundertprozentig sicher aus. Das Primat für die Diagnose einer Borreliose und die darauf beruhende Therapieindikation sollte deshalb immer die Beurteilung des klinischen Bildes haben.

Indikationen für den LTT-Borrelien
• Klinischer Verdacht auf eine Borreliose bei fraglichen serologischen Befunden
• Verdacht auf persistierende Borreliose nach anamnestischer antibiotischer
   Behandlung
• Therapiekontrolle nach antibiotischer Behandlung
• Klinischer Verdacht auf Reaktivierung einer Borrelieninfektion

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Abb. 1:
Gegen alle 3 Spezies-spezifische Lysatantigene sowie gegenüber rekombinantem OspC zeigen sich deutlich positive Stimulationsindizes (SI´s). Dieser Befund ist verdächtig für eine derzeit aktive Borreliose.

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Abb. 2:
Der dargestellte LTT-Borrelien ist negativ (SI < 2). Dieses Ergebnis spricht gegen eine derzeit aktive Borrelieninfektion.
Befunde dieser Art werden gesehen:
• bei Probanden ohne erfolgte Borrelieninfektion
• bei klinisch gesunden seropositiven Probanden
• ca. 4-6 Wochen nach antibiotischer Therapie einer aktiven Borreliose
  (Ausgangsbefunde entsprechend Abb. 1)

Material und Anforderung
20 ml frisches Heparinblut + 5 ml Vollblut (bitte nicht kühlen und am gleichen Tag einsenden)
Das Blutabnahme- und Versandmaterial wird vom Labor kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Tel. (030) 77001-220 oder LTT@imd-berlin.de
Die Laboranforderung lautet: LTT-Borrelien

Abrechnung
Eine Abrechnung im privatärztlichen Bereich (GOÄ) ist gegeben. Für Selbstzahler (IGeL) kostet die Untersuchung 156,19 €.

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Institut für Medizinische
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