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Sensibilisierung auf Mercaptane Thioether
Herddiagnostik bei wurzelgefüllten Zähnen und lokalen Entzündungsprozessen
Marktote Zähne und davon herrührende organische Zerfallsprodukte wie Mercaptane und Thioether können einen Fokus für eine immunologische Entzündungsreaktion darstellen. Selbst mit noch so perfekten Methoden der Wurzelkanalbehandlung gelingt es nicht, organisches Gewebe vollständig aus dem Wurzelkanal zu entfernen. Somit entstehen zwangsläufig Eiweisszerfallsprodukte, aus denen sich toxische und potentiell immunogene Stoffe wie Mercaptane, Thioether, Skatol, Putreszin und andere Substanzen bilden. Die Toxizität dieser Produkte ist seit längerem bekannt. Allerdings können toxische Effekte in der Regel allein nicht die beschriebenen lokalen und systemischen Entzündungsreaktionen und die individuell unterschiedliche Beschwerde­symptomatik der Patienten erklären.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Eiweisszerfallsprodukte neben den toxischen Effekten auch pathologische Immunreaktionen verursachen können. Bei diesen besteht keine direkte Korrelation zur Dosis (d.h. zur Toxinmenge), sondern eine individuell geprägte Empfindlichkeit, die allerdings durch andere Entzündungsprozesse verstärkt werden kann.

Die Effektorzelltypisierung auf Mercaptane und Thioether zeigt an Hand des ermittelten Zytokinmusters (TH1-IFNg /Treg-IL10) an, ob zum aktuellen Zeitpunkt eine Immunreaktion gegen diese Substanzen stattfindet. Ein positiver Befund (deutliche IFNg-Induktion) spricht einerseits für eine Sensibilisierung, macht aber andererseits auch eine akute oder persistierende Belastung mit Mercaptane und Thioether wahrscheinlich.

Bild-Beschreibung
Musterbefund Bei diesem 52-jährigen Patienten ist es sehr wahr­scheinlich, dass Mercaptane und Thioether aktiv an der Entzündungsantwort beteiligt sind.

Benötigtes Probenmaterial
10 ml Heparinblut. Die Heparinmonovetten aus dem LTT-Abnahmneset können verwendet werden. Gerne senden wir Ihnen auch einzelne Abnahmeröhrchen zu. Ein Probeneingang im Labor innerhalb von 24h muss gewährleistet sein. Das Blut sollte bei Raumtemperatur gelagert und transportiert werden.

Abrechnung
Die Untersuchung gehört nicht zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Die Kosten betragen für Selbstzahler 79,27 €.
Für Privat versicherte Patienten betragen die Kosten 91,16 €.
Privatkassen übernehmen bei gegebener Indikation die Kosten ohne Probleme.

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