FAQ zu Corona


Für die serologische Diagnostik einer bestehenden oder zurückliegenden Infektion mit SARS-CoV-2 sowie für den Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern nach einer Corona-Impfung steht ein breites Portfolio an diagnostischen Testen zur Verfügung.

Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen rund um die Testmöglichkeiten in unserem Haus:

  1. Welche Corona-Teste bietet das IMD an?
  2. Allgemeine Fragen zur Bestimmung der SARS-CoV-2-Antikörper
  3. Fragen zu Patienten mit zurückliegender SARS-CoV-2-Infektion
  4. Fragen zu geimpften Patienten
  5. Wie kann Corona-Diagnostik im IMD angefordert werden?

1. Welche Corona-Teste bietet das IMD an?

Neben dem SARS-CoV-2- PCR-Nachweis bietet das IMD alle gängigen Verfahren des Antikörpernachweises (humorale Immunität) an sowie auch den LTT auf SARS-CoV-2-Peptide zum Nachweis der zellulären viralen Immunabwehr.  

Humorale Immunität (Antikörpernachweise)

Einzel-Antikörpernachweise (ELISA)

SARS-IgG(S1) = Anti-SARS-CoV-2-ELISA (IgG) gegen Spikeprotein S1
(Hersteller Fa. EUROIMMUN)

Bevorzugter ELISA-Test bei allen Fragestellungen (abgelaufene Infektion ; erfolgreiche Impfung ; frische Infektion, ab ca. Tag 7 wenn die PCR schon wieder negative sein kann).

Quantitative Ergebnisangabe in standardisierten BAU/ml.

Da die Immunantworten, sowohl der natürlichen Infektion wie auch nach Impfung, gegen das S1-Protein gerichtet sind, ist der IgG(S1) für beide Fragestellungen geeignet, kann aber auch nicht zwischen ihnen unterscheiden (siehe IgG(Nc)). 

SARS-IgA(S1) = Anti-SARS-CoV-2-ELISA (IgA) gegen Spikeprotein S1
(Hersteller Fa. EUROIMMUN)

Zusätzlich zum IgG(S1) empfohlen im Rahmen der frühen Infektionsdiagnostik (IgA kommt etwas eher als IgG und bleibt länger positiv als IgM).

Weiterhin empfohlen zum Nachweis der Immunität nach natürlicher Infektion, da IgA Vermittler der Schleimhautimmunität ist. Nach aktuellen Studien zeigen Patienten mit nachweisbarem IgA die bessere Fähigkeit, das Virus auf der Schleimhaut zu eliminieren.

SARS-IgM(S1) = Anti-SARS-CoV-2-ELISA (IgM) gegen Spikeprotein S1
(Hersteller Fa. Abbott)

Nur indiziert im Rahmen der Infektionsdiagnostik in der Frühphase zur Ergänzung des PCR-Test´s, keine Bedeutung für Fragestellung Impferfolg oder Immunität nach zurückliegender Impfung.

SARS-IgG(Nc) = Anti-SARS-CoV-2-ELISA (IgG) gegen Nucleocapsid
(Hersteller Fa. Abbott)

Keine Bedeutung zum Nachweis des Impferfolges, da sich die Impfantikörper nicht gegen das Nucleocapsid-Protein richten. In der Initialphase einer Infektion und zum Nachweis einer abgelaufenen Infektion empfehlenswert zusammen mit IgG(S1) und IgA(S1), da IgG(Nc) in einigen Fällen sensitiver ist. Allerdings ist IgG(Nc) in ca. 15% der Fälle falsch positiv.

Seit Beginn der Impfungen  wird IgG(Nc) oft gemeinsam mit IgG(S1) bestimmt, weil man damit zwischen einer humoralen Immunität nach natürlicher Infektion [IgG(S1) und IgG(Nc) positiv] und der Immunität ausschließlich durch Impfung [IgG(S1) positiv/ IgG(Nc) negativ] unterscheiden kann.

Kombinierte Bestimmung von IgG gegen die Spikeproteine S1 und S2 sowie gegen Nukleokapsid (ELISA)
(Hersteller Fa. Generic Assays)

Ergebnis wird semiquantitativ als Bindungsindex (BI) angegeben. 
Der Test eignet sich gut als Bestätigungstest bei fraglichen IgG (S1) oder IgG(Nc)-Nachweisen.

Neutralisierende IgG-Antikörper gegen SARS-CoV-2
(Hersteller Fa. GenScript)

Der Surrogat-Antikörperneutralisationstest (cPass) erfasst die funktionelle Qualität der SARS-Antikörper eines Patienten. Somit ist eine bessere Aussage zum aktuellen Antikörper-bedingten Infektionsschutz möglich (Fragestellung nach Impferfolg oder Immunität nach durchgemachter Infektion).   

Detaillierte Informationen zu diesem Test finden Sie hier.

Zelluläre Immunität (Nachweis SARS-spezifischer T-Lymphozyten)

LTT auf SARS-CoV-2 Petpide

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2. Allgemeine Fragen zur Bestimmung der SARS-CoV-2-Antikörper

Worin unterscheiden sich die verschiedenen SARS-CoV-2-Antikörper-Teste?

Die Teste basieren auf verschiedenen Antigenen von SARS-CoV-2 (Nukleokapsid-Protein, Spikeprotein S1 und S2, Rezeptorbindungsdomäne (RBD) des Spike-Proteins). Das erklärt, warum sie in verschiedenen Infektionsstadien eine  unterschiedliche Sensitivität aber auch Spezifität aufweisen. Außerdem arbeiten verschiedene Testhersteller bzw. Labore mit unterschiedlichen Nachweismethoden. So sind ELISA, CLIA, ECLIA meist nur Firmen-spezifische Begriffe für den finalen Nachweisschritt. Der Blot (LineBlot) dagegen ist eine andere Form des Antikörpernachweises bei dem das Serum auf einen Cellulosestreifen gegeben wird auf dem verschiedene Virusantigene aufgetragen sind. Ein Blot ist dann sinnvoll, wenn Antikörper gegen mehrere Antigene (z.B. alle endemischen Coronaviren) in einem Kombitest nachgewiesen werden sollen.

Von den klassischen Antikörpertest´s zu unterscheiden ist der Surrogat-Neutralisationstest. Er weist zwar auch Antikörper nach, erfasst aber die funktionellen Eigenschaften (neutralisierende Antikörper) und korreliert daher besser zu deren immunologischer Schutzfunktion.

Sind die Ergebnisse der unterschiedlichen Teste vergleichbar?

Die Ergebnisse unterschiedlicher Teste sind nicht direkt vergleichbar.

Die Bewertung muss immer in Bezug auf die vom jeweiligen Hersteller angegebenen Interpretationsgrenzen erfolgen. Einige Teste, z.B. der IgG(S1) der Fa. Euroimmun, sind auf einen internationalen Standard der WHO (»First WHO International Standard for anti-SARS-CoV-2 immunoglobulin (human)«, NIBSC Code 20/136) kalibriert, wobei nach unseren Erfahrungen die quantitatitven Resultate bei Durchführung in unterschiedlichen Laboren trotzdem abweichen können. Wichtig ist daher, dass Verlaufskontrollen immer mit dem gleichen Testsystem und idealerweise im gleichen Labor durchgeführt werden.

Welche Teste sind geeignet zum Nachweis einer zurückliegenden SARS-CoV-2-Infektion?

Prinzipiell IgG(S1) wie auch IgG(Nc). Wegen der höheren Spezifität empfehlen wir den IgG(S1)-Antikörpertest, dem IgG(Nc) vorzuziehen oder beide zu bestimmen. 

Sind IgM und IgA-Antikörper notwendig um eine zurückliegenden SARS-CoV-2-Infektion nachzuweisen?

IgM nicht. IgM ist im Normalfall schon 3 Wochen nach Infektion wieder negativ. IgA empfehlen wir v.a. in der frühen Phase (Kombination IgG(S1) und IgA(S1)) weil bei einigen Patienten IgG sehr spät positiv wird. In der späten Phase ist IgA in der Regel negativ. IgG, v.a. IgG(S1) bleibt am längsten positiv (Abb.1)

Abb. 1  Verlauf der Antikörperantwort in zeitlichem Bezug zur Viruslast und zum Zeitpunkt des Symptomeintritts

Welche Vorteile hat die Bestimmung der neutralisierenden Antikörper?

Teste, die neutralisierende Antikörper bestimmen, messen nicht die Menge oder Konzentration von Antikörpern gegen SARS-CoV-2, sondern die neutralisierende Wirkung der vorhandenen Antikörper. Der Test weist nach, ob die beim Patienten vorhandenen Antikörper so an den ACE2-Rezeptor binden, dass ein Eindringen der Viren über diesen Weg unmöglich wird. Dieses konnte früher nur in einem klassischen zellkulturbasierten Neutralisationstest (Plaque-Reduktions-NT) erfolgen, der aber wegen der hohen Sicherheitsanforderungen und damit verbundenen hohen Kosten in einem Routinelabor nicht möglich wäre. Neuerdings gibt es sog. Surrogat-Neutralisationstest´s, die in Studien nachweisen konnten, dass ihre Ergebnisse zu den klassischen Neutralisationstests korrelieren. Eine Bewertung der Ergebnisse in Bezug auf das Vorhandensein oder die Dauer einer Immunität ist aber auch mit diesen Neutralisationstests wegen fehlender klinischer Langzeitstudien bis heute noch nicht möglich.

Es wurden zwar Antikörper gegen das Spikeprotein nachgewiesen, aber der Nachweis neutralisierender Antikörper ist negativ – was bedeutet das?

Diese Konstellation kommt insbesondere bei niedrigen IgG(S1)-Antikörperkonzentrationen durchaus vor. Bei etwa 300 bisher am IMD parallel untersuchten Patienten zeigte sich bei IgG(S1)-Titern < 100 BAU/ml in ca. 25% der Fälle eine schwache Neutralisationskapazität unter 30%. Bei Werten > 100 BAU/ml kam das nur in weniger als 5% der Fälle vor. Allerdings bedeutet ein negativer Surrogat-Neutralisationstest nicht, dass die im üblichen Testverfahren nachgewiesenen Antikörper »funktionslos« sind. Die Neutralisation ist zwar eine wichtige Antikörperfunktion, die Vermittlung von Phagozytose und der zellulär vermittelten Zytotoxizität sowie die Aktivierung des Komplementsystems sind jedoch weitere Funktionen der Antikörper die mit dem Surrogat-Neutralisationstest nicht erfasst werden. Alle Antikörpernachweise ermöglichen nur eine Aussage über die humorale Immunität. Die T-zelluläre Immunabwehr kann nur mit dem LTT auf SARS-CoV-2-Peptide beurteilt werden.

Stellt das IMD eine Immunitätsbescheinigung, wenn Antikörper oder T-Zellen gegen SARS-CoV-2 nachgewiesen wurden?

Nach aktueller Rechtsprechung sind immunologische Befunde die SARS-CoV-2-Antikörper oder SARS-spezifische T-Zellantworten nachweisen, nicht als »Immunitätsnachweis« anzuerkennen. Das wird damit begründet, dass eine Bewertung der Ergebnisse in Bezug auf das Vorhandensein oder die Dauer einer Immunität derzeit noch nicht durch klinische Studien gesichert ist.

Wir oder andere können also keine Bescheinigungen ausstellen, welche Sie mit Geimpften oder Genesenen gleichstellen.


3. Fragen zu Patienten mit zurückliegender SARS-CoV-2-Infektion

Es liegt eine PCR-gesicherte SARS-CoV-2-Infektion vor, jedoch haben sich keine Antikörper entwickelt. Ist das möglich?

Mild erkrankte Patienten sowie asymptomatisch infizierte Personen bilden seltener Antikörper gegen SARS-CoV-2 als schwer erkrankte Patienten. Ein negativer Antikörperbefund nach zurückliegender Infektion kommt bei asymptomatisch Infizierten sehr häufig und bei nur mild Erkrankten ebenfalls nicht selten vor. Zusätzlich zeigen inzwischen zahlreiche Studien, dass die Antikörperspiegel nach erfolgter Infektion in ca. 30% der Fälle nach ca. 6 Monaten abfallen und sogar negativ werden können, insbesondere wiederum bei Patienten mit milder Symptomatik. Da die T-zelluläre Antwort eine zentrale Rolle bei der Virusabwehr spielt und das T-Zell-Gedächtnis über mehrere Jahre persistiert, um gegen schwere Reinfektionen zu schützen, kann der Nachweis SARS-CoV2-spezifischer T-Zellen im Lymphozytentransformationstest für Patienten mit negativem Antikörpernachweis einen ergänzenden Nachweis für Immunität darstellen (mehr Informationen zum LTT SARS-CoV-2 finden sie hier).

Der Patient hatte bereits eine Coronavirus-Infektion und positive Antikörper – ist dennoch eine Impfung erforderlich?

Klinische Studien gibt es bisher nicht, um diese Frage sicher zu beantworten. Die STIKO empfiehlt derzeit eine einmalige Impfung ab 6 Monate nach der Wildvirus-Infektion. Diese Empfehlung ist unabhängig vom Antikörperbefund.

Hinweis:  Für vollständig Geimpfte gelten gewisse Erleichterungen (Umgehung der Testplicht, Quarantänepflicht, ...). Diese Erleichterungen gelten auch für Genesene, bei denen ein positives PCR Ergebnis die Infektion bestätigt hat.  Falls die Infektion jedoch länger als 6 Monate zurückliegt, ist zusätzlich eine einmalige Impfung erforderlich, um z. B. die Test- oder Quarantänepflicht zu umgehen.

Der Patient hatte eine Coronavirus-Infektion, aber der Antikörper-Befund ist negativ – muss/sollte er geimpft werden?

Auch hier fehlen Studien. Die STIKO empfiehlt derzeit eine einmalige Impfung ab 6 Monate nach der Wildvirus-Infektion. Diese Empfehlung ist unabhängig vom Antikörperbefund.

Da die T-zelluläre Antwort eine zentrale Rolle bei der Virusabwehr spielt und das T-Zell-Gedächtnis über mehrere Jahre persistiert, um gegen schwere Reinfektionen zu schützen, kann der Nachweis SARS-CoV2-spezifischer T-Zellen im Lymphozytentransformationstest für Patienten mit negativem Antikörpernachweis einen ergänzenden Nachweis für Immunität darstellen (mehr Informationen zum LTT SARS-CoV-2 finden sie hier).


4. Fragen zu geimpften Patienten

Welche Teste sind geeignet zum Nachweis des Impferfolges nach einer Coronaimpfung?

Man muss zwischen humoraler (Antikörper) und zellulärer Immunität unterscheiden. Bei den Antikörpertests ist das IgG(S1) zu wählen, da nur Teste geeignet sind, die Antikörper gegen das Spike-Protein nachweisen. IgA(S1) bleiben meist negativ nach Impfung bzw. sind nur kurzzeitig nachweisbar.

Wir empfehlen zur Einschätzung der erzielten Immunität nach Impfung die quantitative Bestimmung von IgG(S1). Wenn der Titer unter 200 BAU/ml liegt sollte zusätzlich der Surrogat-Antikörper-Neutralisationstest durchgeführt werden. Bei IgG(S1) Titern > 200 BAU/ml kann nach unseren bisherigen Ergebnissen von einer zumindest moderaten Neutralisationskapazität ausgegangen werden. 

Die zelluläre Immunität des Infektionsschutzes kann durch den LTT auf SARS-CoV-2-Peptide beurteilt werden. Wir empfehlen den LTT insbesondere dann, wenn die Antikörperantwort ausbleibt, niedrig ausfällt oder der Surrogat-Neutralisationstest einen lediglich moderaten »Titer« anzeigt.

Hängt die Auswahl der Labortests davon ab, welcher Impfstoff gewählt wurde?

Nein, alle Laboranalysen sind die gleichen für alle verfügbaren Impfstoffe, da trotz der unterschiedlich gewählten Vektoren alle Impfstoffe eine Immunantwort gegen das Spike-Protein-1 (S1) induzieren.

Ist eine Antikörperbestimmung nach Impfung generell sinnvoll?

Eine Bewertung von Antikörper-Ergebnissen in Bezug auf das Vorhandensein oder die Dauer einer Immunität kann derzeit wegen ausstehender klinischer Studien noch nicht erfolgen. Es ergeben sich in Kenntnis des Antikörperbefundes keine rechtlichen Konsequenzen (kein Immunitätspass). Die Bestimmung der IgG(S1)-Antikörper oder der Surrogat-Neutralisationstest kann aber für einen selbst die Frage beantworten, ob eine Antikörperbildung nach der Impfung eingesetzt hat. Bis jetzt ist unklar, welche Konsequenzen eine ausbleibende Antikörperantwort hat (Nachimpfung 3. Dosis?, Wechsel des Impfstoffes?). Mit steigender Verfügbarkeit der Impfstoffe wird sich diese Frage aber in der Praxis stellen. Da derzeit keine Empfehlung des RKI besteht, einen Antikörpertiter nach Impfung zu bestimmen, ist die Untersuchung aktuell eine Selbstzahlerleistung.

Der Patient möchte den Antikörpertiter nach einer Corona-Impfung bestimmen – welcher Zeitpunkt ist der Beste?

Generell ist eine Bestimmung des Impftiters erst nach Abschluss einer Grundimmunisierung sinnvoll, d. h. bei Impfungen mit Impfstoffen, die zweimalig geimpft werden, erst 2-3 Wochen nach der zweiten Impfung.

Wie hoch liegen die Antikörpertiter üblicherweise nach einer Corona-Impfung?

Hierzu gibt es bisher keine belastbaren Daten. Die mRNA-Impfstoffe scheinen eine sehr hohe Antikörperantwort zu induzieren, die im Durchschnitt sogar höher als nach einer Wildvirus-Infektion liegt.

Kann auf die 2. Impfung verzichtet werden, wenn der Antikörpertiter nach der 1. Impfung bereits sehr hoch ist?

Nein. Die Impfschemata der Hersteller sind verbindlich, Impfabstände und Intervalle sind Teil der Zulassung. Damit muss eine ggf. vorgesehene zweite Impfung erfolgen, selbst wenn Antikörper bereits nach der ersten Impfung vorhanden sind. Die Booster-Impfung dient primär der Verlängerung der Schutzdauer und nicht die Erhöhung der Titer. 

Sollte eine 3. Impfung erfolgen, wenn der Antikörpertiter 2 Wochen nach der zweiten Impfung negativ oder sehr schwach ist?

Hierzu liegen derzeit noch keine Daten oder Empfehlungen vor. Wegen der begrenzten Impfstoffverfügbarkeit, ist das bisher in offiziellen Empfehlungen nicht thematisiert worden. Hier sind praktische Erfahrungen und Empfehlungen in den nächsten Monaten abzuwarten.

Gibt es Erfahrungen bezüglich des Impferfolgs und der Antikörpertiter nach einem gemischten Prime-Boost-Impfkonzept (z. B. Erstimpfung mit AstraZeneca, Zweitimpfung mit Biontech/Pfizer) im Vergleich zu einem klassischen Impfkonzept (Erst- und Zweitimpfung mit dem gleichen Impfstoff)?

Hierzu liegen derzeit noch keine Daten vor. Es laufen jedoch Studien diesbezüglich, wie die Com-Cov-Studie in Großbritannien. (Detaillierte Informationen unter: https://comcovstudy.org.uk/home)

Ist eine Impftiterbestimmung bei bestimmten Patientengruppen, wie schwer Immunsupprimierten, Dialyse-Patienten etc., empfohlen?

Eine Empfehlung zur Impftiterbestimmung gibt es auch bei diesen Patientengruppen bisher nicht. Es ist aber bekannt, dass diese Patientengruppen eine verminderte Impfantwort zeigen, wie es auch bei einigen anderen Impfungen der Fall ist. Diesbezügliche Studien sind derzeit in Arbeit. Eine Impftiterkontrolle wird dann obligat werden, wenn sich daraus Konsequenzen ergeben (z.B. Nachimpfung).


5. Wie kann Corona-Diagnostik im IMD angefordert werden?

Sie möchten Antikörper gegen SARS-CoV-2 oder andere Coronaviren bestimmen oder einen LTT SARS-CoV-2 durchführen lassen?

Eine Übersicht, wann welche Diagnostik sinnvoll ist finden Sie hier

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