Ketogene Diät bei bipolarer Störung?
Bipolare Störungen gehen oft mit metabolischen Erkrankungen wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Dyslipidämie einher. Eine Studie unter Beteiligung des IMD untersuchte daher an sieben Patienten den Effekt einer dreimonatigen ketogenen Diät auf den Lipidstoffwechsel sowie auf Entzündungs- und Oxidationsmarker. Die Ergebnisse zeigen überwiegend günstige Effekte: Rückgang von Lp(a), Triglyzeriden, APOB, hsCRP, TNF-alpha, MDA-LDL sowie Nitrotyrosin, einen Anstieg des HDL-Cholesterins sowie eine Reduktion des Körpergewichts und des viszeralen Fettgewebes. Einzelne Risikoparameter stiegen jedoch an (Homocystein, AGEs, LDL- und Gesamtcholesterin). Eine ketogene Diät könnte folglich neue therapeutische Chancen bergen, erfordert jedoch ein engmaschiges Monitoring und eine individuelle Anpassung.



