Newsletter Dezember 2025
NEUES AUS DEM LABOR
Themen, Termine und Referenten unserer Online-Seminare 2026
Wir haben für das kommende Jahr ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Alle Informationen zu Inhalten und Anmeldung finden Sie im Fortbildungsflyer (Link zum PDF) sowie auf unserer Webseite (Link). Bitte beachten Sie, dass wir den Beginn der Seminare um eine Stunde vorverlegt haben (neue Uhrzeit: 18 – 20 Uhr). Zum Auftakt am 21. Januar referieren Dres. Sven Georgi und Thomas Fiedler, Dr. Christiane Kupsch und Andrea Thiem über das Reizdarmsyndrom (Link zum Flyer).
Online-Seminar „Mitochondriopathie bei primärem Offenwinkelglaukom“
Am 28. Januar spricht Prof. Dr. Carl Erb über das primäre Offenwinkelglaukom, eine entzündliche Erkrankung, der ein spannender mitochondrial bedingter Pathomechanismus zugrunde liegt. Sein Vortrag wird ergänzt und moderiert von Andrea Thiem und Dr. Volker von Baehr (Link zur Einladung). Dieses Online-Seminar ist eine Kooperation zwischen der Europäischen Gesellschaft für Funktionelle Medizin (EGFM) e.V. und dem IMD. Abweichend von unserer Seminar-Reihe beginnen wir an diesem Abend um 19 Uhr!
Aufzeichnung des Seminars von Dr. Helena Orfanos-Boeckel
Auf vielfache Nachfrage hin stellen wir Ihnen den Link zur Aufnahme des Online-Seminars „Die kontrollierte Nährstoff- und Hormontherapie nach Labor“ mit Frau Dr. Orfanos-Boeckel und Dr. Volker von Baehr zu Verfügung: Link zur Aufzeichnung
Im neuen Jahr: Dreiteilige Ausbildung in Funktioneller Medizin
Die Ausbildung der Europäischen Gesellschaft für Funktionelle Medizin (EGFM) e.V. findet an drei Wochenenden im Frühjahr 2026 in idyllischer Lage am Schwielowsee nahe Potsdam statt. Sie erwartet ein praxisnahes Programm mit fundierten Inhalten sowie wertvollem Austausch mit Kursteilnehmenden und Referierenden. Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie im Veranstaltungsflyer (Link zum PDF).
Öffnungszeiten des IMD um den Jahreswechsel
Um unseren Kolleginnen und Kollegen an Heiligabend und Silvester Zeit mit ihren Familien zu ermöglichen, nehmen wir am 24. und 31. Dezember keine Proben an. Kurierabholungen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Österreich und der Schweiz erfolgen daher bis einschließlich Montag, den 22. Dezember, und zwischen den Jahren am Montag, den 29. Dezember. Wir bitten Sie, am 23. und 30. Dezember auch nicht über selbst beauftragte Kuriere oder auf anderen Wegen Proben an uns zu schicken, da diese am 24. und 31. Dezember nicht bearbeitet werden. Taggleiche Abholungen innerhalb Berlins finden an allen Werktagen statt – also auch am 23. und 30. Dezember. Ab Freitag, den 2. Januar 2026, werden alle Kurierfahrten wieder regulär aufgenommen.
LABORPARAMETER – NEU ERKLÄRT
Freies Spike-Protein als Hinweis auf SARS-CoV-2-assoziierte Pathomechanismen
Nach einer SARS-CoV-2-Infektion oder -Impfung kann freies Spikeprotein im Blut persistieren und mittels sensitiver Laborassays detektiert werden. Ausschließlich ungebundenes, also nicht durch Antikörper neutralisiertes, Spikeprotein ist pathophysiologisch relevant. Dessen Persistenz wird im Zusammenhang mit Post-COVID- und Post-Vac-Syndromen diskutiert. Die Bestimmung des freien Spikeproteins kann in spezifischen klinischen Konstellationen – wie prolongierten Infektionsverläufen oder Impfkomplikationen – die differenzierte Labordiagnostik ergänzen. Eine Unterscheidung zwischen viralem und impfstoffassoziiertem Spikeprotein ist in der Routinediagnostik derzeit jedoch nicht realisierbar.
DIE FRAGE AUS DER PRAXIS
Wieso liefert die Bestimmung des Omega-3-Index aus Trockenblut in manchen Fällen ein anderes Ergebnis als die Analyse aus EDTA-Blut?
Diese Diskrepanzen sind in der Regel keine messtechnischen Abweichungen, sondern sind durch das unterschiedliche Untersuchungsmaterial bedingt.
- Die EDTA-Blut-Analyse erfasst ausschließlich Fettsäuren, die in die Membranen der Erythrozyten eingebaut sind. Das Blutplasma wird vor der Messung abgetrennt und verworfen – sein Fettsäuregehalt fließt daher nicht in das Ergebnis ein. Da sich die Zusammensetzung der Erythrozytenmembranen durch kurzfristige Schwankungen der Fettzufuhr nicht verändert, liefert diese Methode eine stabile und zuverlässige Aussage über den langfristigen Versorgungsstatus.
- Auf dem Bloodspot-Papier hingegen trocknen nicht nur die Erythrozyten, sondern auch alle Plasmabestandteile ein. Die Trockenblut-Messung erfasst daher nicht nur die Fettsäuren aus den Membranen, sondern auch die im Plasma zirkulierenden, kurzfristig stark schwankenden Anteile.
Die Messergebnisse aus beiden Untersuchungsmaterialien korrelieren folglich nur dann, wenn bei Abgabe des Blutstropfens auf das Filterpapier im Plasma Fettsäuren in durchschnittlicher Menge vorliegen. Zirkulieren hingegen – etwa nach kürzlicher Nahrungsaufnahme oder Supplementierung – frisch resorbierte Fettsäuren oder Fette im Blut, beeinflussen diese das Ergebnis der Trockenblutanalyse. Der aus EDTA-Blut gemessene Omega-3-Index wird durch die tagesaktuelle Aufnahme von Fettsäuren nicht verfälscht.
WISSENSCHAFT AM IMD
Systemische Metallbelastung aus Gelenkprothesen geht in den Liquor über
Eine aktuelle Studie der Charité unter Beteiligung des IMD Berlin unterstreicht die Bedeutung von Gelenkprothesen für systemische Metallbelastungen: Studienteilnehmer mit Endoprothesen wiesen im Blut signifikant höhere Konzentrationen an Chrom, Kobalt, Titan, Niobium und Zirkonium auf (Link zur Originalarbeit). Bei Patienten mit erhöhten Metallkonzentrationen im Blut kamen diese Metalle häufig auch im Liquor vor, insbesondere bei Exposition aus Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierungen. Diese Zusammenhänge belegen, dass Prothesenmetalle nicht nur lokale periprothetische, sondern auch systemische Belastungsquellen darstellen und ins ZNS übergehen können – ein Ergebnis, das angesichts der bekannten neurotoxischen Potenziale einzelner Metalle weiterer klinischer Forschung bedarf.
FÜR SIE GELESEN
GDF15 objektiviert die Mitochondriopathie-bedingte Myopathie
Primäre und sekundäre Mitochondriopathien sind durch Defekte der oxidativen Phosphorylierung verursacht. Skelettmuskeln sind aufgrund der hohen Zahl an Mitochondrien am stärksten betroffen, weshalb die muskuläre Belastungsintoleranz zu den häufigsten Symptomen führt. Für die mitochondriale Dysfunktion gilt derzeit der Wachstumsdifferenzierungsfaktor 15 (GDF15) als aussagekräftigster Biomarker. Eine aktuelle Studie untersuchte die Aussagekraft von GDF15 als Biomarker für die Überwachung von primären mitochondrialen Myopathien (Martín-Jimenez et al., Mol Genet Metab 2025; 144: 109023). Von den 50 in dieser Studie untersuchten Patienten mit primärer Mitochondriopathie zeigten 86 % erhöhte GDF15-Werte im Blut, wohingegen nur 32 % erhöhte Laktatwerte, 54 % erhöhte CK-Werte und 76 % reduzierte Kreatininwerte aufwiesen. GDF15 zeigte in der Studie nicht nur die höchste Sensitivität, sondern korrelierte auch mit der motorischen Leistungsfähigkeit, den Laktatwerten und der mtDNA-Mutationslast in den Muskeln. Details zur Labordiagnostik von GDF15 finden Sie in der aktuellen Diagnostik-Information (Link zum PDF).
Niedriges Selenoprotein P erhöht das Risiko für Schlaganfall bei gesunden Senioren
Niedrige Serumkonzentrationen von Selenoprotein P sind bei zuvor kardiovaskulär gesunden Erwachsenen mit einem signifikant erhöhten Schlaganfallrisiko assoziiert. In der fast 17-jährigen Nachbeobachtung von mehr als 8.600 Teilnehmende hatten Personen im niedrigsten Selenoprotein P Quartil ein 1,5 fach erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall im Vergleich zu jenen im höchsten Quartil. Auch die Gesamtrate kardiovaskulärer Ereignisse war bei niedrigem Selenoprotein P signifikant höher. Bei Patienten mit bereits bestehender kardiovaskulärer Erkrankung ging niedriges Selenoprotein P mit einer nahezu verdoppelten kardiovaskulären Mortalität einher. Diese Daten sprechen dafür, dass ein niedriger Selenstatus – hier gemessen über das wichtigste Transportprotein des Selens im Blutkreislauf – mit einem höheren Risiko für Schlaganfälle und ungünstiger Prognose nach Herz-Kreislauf-Ereignissen verknüpft ist, und unterstreichen die präventive Bedeutung einer adäquaten Selenversorgung. Hintergründe und praktische Details zur Bestimmung des Selenstatus über Selenoprotein P und Selen im Vollblut finden Sie in der aktuellen Diagnostik-Information (Link zum PDF).
FORTBILDUNGEN
Online-Seminare |
| 21.01.2026 18 - 20 Uhr | Reizdarmsyndrom differenziert betrachtet: Sinnvolle Diagnostik, SIBO und Mikrobiom im Fokus Programm und Anmeldung | Dr. med. Thomas Fiedler Dr. med. Sven Georgi Dr. rer. nat. Christiane Kupsch Andrea Thiem |
| 28.01.2026 19 - 21 Uhr | Das primäre Offenwinkelglaukom (POWG) eine mitochondrial bedingte Entzündungserkrankung Programm und Anmeldung | Prof. Dr. med. Carl Erb Andrea Thiem Dr. med. Volker von Baehr |
| 11.02.2026 18 - 20 Uhr | Blutbasierte Marker bei neurologischen Erkrankungen: Durchbruch oder Hype? Programm und Anmeldung | Dr. med. Uwe Kölsch Prof. Dr. med. Oliver Frey |
| 25.02.2026 18 - 20 Uhr | Longevity/Gesund altern – bewährte und neue Labordiagnostik Programm und Anmeldung | Dr. rer. nat. Anne Schönbrunn Dr. med. Volker von Baehr |
| 18.03.2026 18 - 20 Uhr | Herzgesund durch Laborwissen: Neue Wege der Prävention Programm und Anmeldung | Prof. Dr. med. Oliver Frey |
| 22.04.2026 18 - 20 Uhr | Mehr als Knochendichte: Osteoporose – Update zu metabolischen Einflussfaktoren, Stoffwechsel, Hormonen und Mikronährstoffen Programm und Anmeldung | Prof. Dr. med. Berthold Hocher |
| 29.04.2026 18 - 20 Uhr | Funktionelle Medizin in der Onkologie Programm und Anmeldung | Dr. med. Axel Widing Andrea Thiem |
| 20.05.2026 18 - 20 Uhr | Zelluläre Immunprofile bei angeborenen und erworbenen Immundefekten, Autoimmunerkrankungen und chronischen Infektionen – Vorstellung von klassischen Befundkonstellationen Programm und Anmeldung | Dr. rer. nat. Cornelia Doebis Dr. med. Volker von Baehr |
| 03.06.2026 18 - 20 Uhr | Die Bedeutung von Selen in der Prävention altersassoziierter Erkrankungen – klinische Daten, Pathomechanismen und aussagekräftige Labordiagnostik Programm und Anmeldung | Prof. Dr. Lutz Schomburg Dr. rer. nat. Katrin Huesker |
| 10.06.2026 18 - 20 Uhr | Wieviel Training ist gesund? Was Blut- und Urinwerte über Belastung und Regenerationsfähigkeit verraten Programm und Anmeldung | Andrea Thiem |
Neu aufgezeichnete Webinare |
| Nov 2025 | Die kontrollierte Nährstoff- und Hormontherapie nach Labor zur Aufzeichnung | Dr. med. Helena Orfanos-Boeckel Dr. med. Volker von Baehr |
Präsenz-Fortbildungen |
| 07.03.2026 in Rostock | Psyche trifft Immunsystem Programm und Anmeldung | IMD Berlin MVZ |
| 21.03.2026 in Berlin | MitoBiom-Konzept: Stille Entzündungen stoppen – Chronische Erkrankungen ursächlich behandeln Programm und Anmeldung | TISSO Naturprodukte GmbH |
| 17.-18.04.2026 in Berlin | IMD-Jahreskongress 2026: Herz- und GefäßGESUNDHEIT– über den Tellerrand hinaus Programm und Anmeldung | IMD Berlin MVZ |
| 08.- 09.05.2026 in Leipzig | 17. Jahrestagung der DEGUZ: Knochen und Regeneration im Kontext der Umwelt-ZahnMedizin Programm und Anmeldung | Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e.V. |
| 06.06.2026 in Warnemünde | 9. Rostocker Tag „Mitochondriale Medizin für die Praxis“ Programm und Anmeldung | Dr. med. Bernd-Michael Löffler Wolfgang Bönsch |
Kurse und Curricula |
| Ausbildung zum Therapeuten für Funktionelle Medizin Termine und Anmeldung | Europäische Gesellschaft Funktionelle Medizin e.V. |
| Basisausbildung zum Orthomolekular-Therapeuten Termine und Anmeldung | Forum Orthomolekulare Medizin in Prävention und Therapie e.V. |
| DEGUZ Kompakt-Curriculum Umwelt-ZahnMedizin Termine und Anmeldung | Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e.V. |
| Kairos-Inspirationstage: Erfüllung und Selbstbestimmung im Heilberuf Termine und Anmeldung | Kairos – Institution für medizinische und persönliche Transformation |
| Multisystemerkrankungen Termine und Anmeldung | Akademie für Funktionsbezogene Medizin Dr. Marco Schmidt |
| Weiterbildung der Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie (KMT) „KMT-Curriculum“ Programm und Anmeldung | Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie e.V. |
Informationen zu Programm und Referenten/innen sowie zur Anmeldung für diese und weitere Fortbildungen finden Sie unter: Fortbildungen
REDAKTION UND INHALTLICHE BETREUUNG
Dr. med. Volker von Baehr (v.vonbaehr@imd-berlin.de)
Dr. rer. nat. Cornelia Doebis (Biomarker & Durchflusszytometrie - c.doebis@imd-berlin.de)
Prof. Dr. med. Oliver Frey (Immundefektdiagnostik & Immunphänotypisierung - o.frey@imd-berlin.de)
Prof. Dr. med. Berthold Hocher (Endokrinologie - b.hocher@imd-berlin.de)
Dr. rer. nat. Katrin Huesker (Spurenelemente & Metalle - k.huesker@imd-berlin.de
Dr. rer. nat. Brit Kieselbach (Autoimmunologie - b.kieselbach@imd-berlin.de)
Dr. rer. nat. Anna Klaus (Allergie - a.klaus@imd-berlin.de)
Dr. rer. nat. Christiane Kupsch (Mikrobiomanalytik - c.kupsch@imd-berlin.de)
Dr. rer. nat. Bella Roßbach (Neuroendokrinoimmunologie - b.rossbach@imd-berlin.de)
Dr. rer. nat. Anne Schönbrunn (Funktionelle Immundiagnostik - a.schoenbrunn@imd-berlin.de)
Dr. rer. nat. Sabine Schütt (Immungenetik - s.schuett@imd-berlin.de)
Andrea Thiem, Praktische Ärztin (Mikrobiom & Orthomolekulare Medizin - a.thiem@imd-berlin.de)






