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Ihre Allergiediagnostik im IMD Berlin

Patientenanamnese

Eine ausführliche Anamnese ist der solide Grundstein für eine erfolgreiche Allergiediagnostik. Gern unterstützen wir Sie hier mit einem ausführlichen Patientenfragebogen, der Ihnen das Eingrenzen möglicher Auslöser vereinfacht

Nachweis spezifischer IgE-Antikörper

Typ I-Allergiker haben häufig, aber nicht in jedem Fall ein erhöhtes Gesamt-IgE im Serum. Das Gesamt-IgE ist kein Screening-Parameter, sollte jedoch zur Evaluation der Ergebnisse für Allergen-spezifisches IgE mitbestimmt werden. Der Nachweis des spezifischen IgE im Blutserum des Patienten kann mit 3 verschiedenen Labormethoden erfolgen:

Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay (FEIA)

Unser Repertoire umfasst IgE-Antikörper gegen ca. 60 Allergenmischungen, 650 Einzelallergene und 90 Allergenkomponenten. Unser umfangreiches Portfolio können Sie dem Allergenverzeichnis entnehmen. Wir verwenden das vollautomatisierte Phadia Laborsystem ImmunoCAP (Thermo Fisher), welches quantitative reproduzierbare Testergebnisse in einem Messbereich von 0,35 – 100 KU/l liefert. Mehr Informationen zur molekularen Allergiediagnostik erhalten Sie in der Diagnostikinformation Nr. 286.

IgE-Blot

Der EUROLINE-Blot ist ein Multiparameter-Test auf Membranbasis, der eine semi-quantitative Angabe in CAP-Klassen von 20 bzw. 27 (Pädiatrie) verschiedenen Allergenen in einem Testlauf erlaubt. Obwohl dieser Test keine gesetzliche Kassenleistung ist, bietet er eine preiswerte Alternative für ein initiales Screening. Mehr Informationen finden Sie in unserer separaten Diagnostikinformation Nr. 236.

ISAC: Allergenkomponenten-Diagnostik

Dieser Test ermöglicht die Bestimmung eines umfassenden spezifischen IgE-Antikörperprofils. Er erfasst ausschließlich IgE-Antikörper gegen die allergologischrelevanten Allergen-Komponenten (molekulare Allergiediagnostik) und erlaubt somit die Unterscheidung zwischen »Nur-Kreuzreaktivität« und echter Spezies-spezifischer Sensibilisierung und die Risikoabschätzung potentieller allergischer Sensibilisierungen. Er hilft somit insbesondere bei Polyallergikern bei der Therapie- und Diätoptimierung. Detaillierte Informationen zu diesem Test sowie zu den untersuchten Allergenen können Sie der Diagnostikinformation Nr. 311 entnehmen.

Anfordern können Sie die IgE-Bestimmung auf unserem 2-seitigen Allergieschein. Dieser eröffnet Ihnen auch die Möglichkeit einer Stufendiagnostik: Auf Wunsch werden für positive Allergenmischungen automatisch einzelne Allergenextrakte und für positive Extrakte die einzelnen spezifischen Komponenten bestimmt (Abb. 1).

Abb. 1 Beispiel für die Stufendiagnostik der Bestimmung spezifischer IgEAntikörper. Auf Grund des positiven Inhalationsscreens (1) wurden die enthaltenen Allergenextrakte gemäß der Anforderung nachbestimmt (2). Für das positive Birkenpollenextrakt wurde im dritten Schritt die entsprechende spezifische Allergenkomponente Bet v1 bestimmt (3).

Zelluläre Allergiediagnostik

Neben der IgE-Bestimmung steht Ihnen bei uns ebenfalls für besondere Fragestellung eine zelluläre Diagnostik zur Verfügung.

Basophilen Degranulationstest

Dieser Test weist, im Unterschied zum FEIA, die auf Basophilen gebundenen Allergen-spezifischen IgE-Antikörper nach und besitzt somit eine sehr hohe Sensitivität und hohe klinische Relevanz (klassischer »in vitro-Provokationstest«). Im Unterschied zur Automatenanalyse (FEIA) oder auch zum Blot ist im BDT der Einsatz nativer Allergene möglich (z. B. mit eingesandten Medikamenten oder Stoffgemischen). Als klassischer »in vitro-Provokationstest« ist der BDT auch zum Nachweis von sog. Pseudoallergien geeignet, die nicht durch IgE-vermittelt sind (einige Medikamente, Berufs- und Umweltallergene). Detaillierte Informationen können Sie der separaten Diagnostikinformation Nr. 122 entnehmen.

Lymphozyten-Transformationstest

Der Lymphozytentransformationstest (LTT) wird bei Verdacht auf Allergien vom Spät-Typ (Typ IV) angewendet, welche Mastzell-unabhängigen Mechanismen unterliegen. Bei diesem Test werden Lymphozyten des Patienten mit dem verdächtigten Allergen im Labor »provoziert« und die Lymphozytenaktivierung als »Beweis« für eine individuelle Sensibilisierung nachgewiesen.

Ein bereits von der Diagnostik-Leitlinie der DGAKI anerkannter Anwendungsbereich ist die Arzneimittelunverträglichkeit. In diesem Rahmen ist eine Abrechnung auch im Kassen-Bereich gegeben.

Der LTT ist jedoch auch bei Verdacht auf Unverträglichkeiten von Wurzelfüllmaterialien, Endoprothesen und Zahnersatzmaterialien empfehlenswert.

Für detaillierte Informationen stehen Ihnen die Diagnostikinformationen Nr. 108 (Medikamente), Nr. 188 (Wurzelfüllmaterialien), Nr. 123 (Zahnersatz), Nr. 290 (Endoprothetik) zur Verfügung.

Abrechnung

Eine Abrechnung der IgE-Bestimmung mittels FEIA und des Basophilendegranulationstests ist bei gegebener Indikation im kassen- und privatärztlichen Bereich gegeben. Eine Abrechnung des IgE-Blots und des ISAC ist derzeit nur im privatärztlichen Bereich (GoÄ) gegeben. Selbstzahler entnehmen bitte die aktuellen Untersuchungspreise dem  PDF-Dokument.

Sie wollen mehr über die einzelnen Analysen erfahren ?

Wir beraten Sie gern!

Umfassendes Informationsmaterial und Anforderungsscheine können Sie gern unter 030 77001 220 anfordern.

Eine Übersicht der einzelnen diagnostischen Möglichkeiten können Sie Abbildung 1 entnehmen. 

Abb. 2 Empfohlenes Vorgehen bei Verdacht auf Typ I-Allergie

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