Parasiten Infektionen mit Parasiten sind weltweit verbreitet und insbesondere in wärmeren Klimazonen nicht selten. Während in Industrienationen vor allem einzellige Erreger (Protozoen) vorkommen, sind in Entwicklungsländern zusätzlich Helminthen (Würmer) häufig. Die Übertragung erfolgt in der Regel fäkal-oral, etwa durch verunreinigtes Wasser oder kontaminierte Lebensmittel, wobei mangelnde Hygienestandards das Infektionsrisiko erhöhen. Eine parasitäre Besiedlung des Darms kann unbemerkt bleiben oder sich durch Symptome wie Bauchschmerzen, akuten oder chronischen Durchfall oder länger
Die Darmbarriere … und was Stuhlanalysen über sie verraten Bei vielen Patienten mit unspezifischen gastrointestinalen Symptomen ist die Barrierefunktion der Darmschleimhaut gestört. Dieses resultiert nicht nur in einer unselektiven Aufnahme von Bakterienbestandteilen oder unverdauten (entzündungsstimulierenden) Nahrungsbestandteilen oder Schadstoffen sondern auch in einer Störung des sehr stark regulierten Stoffaustausches. Die Aufgabe der Darmschleimhaut besteht darin, das Gleichgewicht zwischen der Aufnahme von Ionen und Nährstoffen und dem Schutz der umliegenden Gewebe vor dem Eindringen
Abstrich-Muster Eine Übersicht über Abstrich-Muster kann man gern bei uns anfordern oder hier herunterladen. Metallstab dünn geeignet für enge Entnahmebereiche Kunststoffstab dick stabile Handhabung, in der Regel zu verwenden Trockene Abstriche Hinweis: Bitte verwenden Sie für PCR-Untersuchungen ausschließlich trockene Abstriche (keine Abstriche mit Medium!), um eine Inhibition der PCR-Reaktion zu vermeiden. • Nukleinsäurenachweis z.B. für Adenoviren (Bindehautabstrich), Influenza-Viren, B. pertussis, B. parapertussis, Herpes simplex-Virus 1/2, Varizella Zoster-Virus, Mycoplasma hominis, Mycoplasma
Kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) Kurzkettige Fettsäuren sind Stoffwechselprodukte, die bei der Verstoffwechslung von Ballaststoffen durch Darmbakterien entstehen. Verschiedene Bakterienspezies produzieren dabei verschiedene Fettsäuren. Wichtig scheint ein relativ stabiles Verhältnis der kurzkettigen Fettsäuren (auch SCFAs, für englisch s hort c hain f atty a cids) zu sein (ca. 60 % Acetat, je ca. 20 % Butyrat und Propionat). Eine davon stark abweichende Verteilung kann also auf eine bakterielle Dysbiose hinweisen. Tabelle Produktion von SCFAs durch Darmbakterien Bakteriengattung Acetat Butyrat
Maldigestion Verdauung von Nahrungsbestandteilen ist eine wesentliche Aufgabe des Darmes. Ob die aufgenommene Nahrung gut verdaut wird, lässt sich diagnostisch über die direkte Messung von ausgeschiedenen Verdauungsrückständen , also unverdauten Bestandteilen wie Fette, Eiweiße und Zucker im Stuhl, nachweisen. Zusätzlich kann die Verdauungsleistung durch die Messung von Verdauungsenzymen (in Form der Pankreaselastase) und Verdauungssäften (Gallensäuren) beurteilt werden. Gallensäuren werden in der Leber gebildet und erfüllen im Darm vor allem eine Funktion bei der Fettverdauung, indem sie aufgenommene
Fruktosemalabsorption Bei der Fruktosemalabsorption handelt es sich um eine Unverträglichkeit, die sich durch Symptome wie Blähbauch, krampfartige Bauchschmerzen und Durchfälle äußert, die nach dem Verzehr fruktosehaltiger Lebensmittel auftreten. Ursächlich ist eine eingeschränkte Transportkapazität (des Transportproteins GLUT5) in der Dünndarmschleimhaut, wodurch die Fruktose im Dünndarm nicht vollständig resorbiert wird. Die dadurch im Darm verbleibende Fruktose wird durch Bakterien zersetzt. Dabei entstehen Gase wie Wasserstoff und Methan, die für Blähungen und Bauchschmerzen verantwortlich
Laktoseintoleranz Was ist eine Laktoseintoleranz? Normalerweise wird der in der Nahrung enthaltene Milchzucker (Laktose) im Dünndarm durch ein Enzym (Laktase) in Galaktose und Glukose gespalten. Diese Einfachzucker werden dann resorbiert. Wird im Dünndarm zu wenig des Enzyms Laktase gebildet, bleibt die Laktose im Darm und wird von Darmbakterien verstoffwechselt. Bei diesem bakteriellen Abbau entstehen Gase, die Blähbauch und krampfartigen Bauchschmerzen hervorrufen können. Zusätzlich wirkt Laktose im Darm osmotisch und verursachen daher in vielen Fällen Durchfälle. Es gibt genetische
Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) Dünndarmfehlbesiedlung oder SIBO (engl. small intestinal bacterial overgrowth) ist eine Erkrankung, bei der sich Dickdarmbakterien im Dünndarm ansiedeln. Durch ihre Fehllokalisation lösen diese Bakterien vielfältige Beschwerden aus. Ob ein Überwuchs von Bakterien im Dünndarm vorliegt, wird über eine Atemgasanalyse bestimmt. Die Symptome von SIBO sind vielfältig und variieren: Am häufigsten: extrem aufgeblähter Bauch (Meteorismus), typischerweise innerhalb der ersten Stunde nach dem Essen, teilweise mit Schmerzen oder Krämpfen Häufig: wiederkehrender Durchfall
Die Darmmikrobiota Unser Labor setzt sowohl die klassischen kulturellen aber auch nmodernere molekularbiologische Methoden für die Diagnostik ein. Letztere sind in der Lage, auch solche Bakterien zu detektieren, die strikt anaerob sind und den Großteil der Darmmikrobiota ausmachen. Durch diese Möglichkeit sind die Erkenntnisse zu klinischen Zusammenhängen zwischen Erkrankungen und der Abundanz bestimmter Bakterien oder Bakteriengruppen in den letzten Jahren enorm gewachsen. Nach wie vor kann jedoch ein bestimmter pathologischer Zustand nicht mit einem bestimmten Bakterium verknüpft werden.
Histaminbelastung Histamin ist ein biogenes Amin, das durch Decarboxylierung der Aminosäure Histidin entsteht. Histamin spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem. Es ist weniger bei der direkten Elimination von Erregern, sondern v.a. bei der Regulation von Immunabwehrmechanismen im Gewebe wie Gefäßdilatation und Gewebedurchblutung oder der Schmerzvermittlung von Bedeutung. Symptome einer Histaminbelastung treten auf, wenn "Histaminüberschüsse" systemisch wirksam werden, d.h. bei verstärkter Belastung oder bei vermindertem Abbau. Die Quellen einer Histaminbelastung sind: Freisetzung aus