Mikrobiom des Darms

Die Darmschleimhaut macht eine enorme Fläche innerhalb unseres Körpers aus, beinhaltet ungefähr so viele Mikroben, wie wir Körperzellen besitzen, ist Sitz des größten Immunorgans unseres Körpers und besitzt ein komplexes Nervensystem, welches den Verdauungstrakt mit dem Gehirn wechselseitig verbindet.

Viele chronische Erkrankungen gehen mit einer veränderten bakteriellen Besiedlung und einer „Barrierestörung“ im Darm einher, durch die chronische Entzündungszustände persistieren und die außerdem oft Folgen für den Mikronährstoffhaushalt hat. Die Behandlung eines Barrieredefekts im Darm sollte ein immer ein Baustein im Therapiekonzept einer chronischen Erkrankung sein.

Bei der Darmdiagnostik geht es darum, die Ursache von Beschwerden im Darm selbst aber auch damit im Zusammenhang stehender systemischer Krankheitsmanifestationen einzugrenzen, um möglichst gezielt therapieren zu können.

Ein zentraler Gesichtspunkt ist die Analyse der Darmmikrobiota. Die Bakteriengemeinschaft im Darm und ihre Zusammenhänge mit Erkrankungen sind ein Forschungsfeld, das immer größere Aufmerksamkeit erhält und von der rasanten Entwicklung molekularbiologischer Methoden und ihrem Einzug in die Routinediagnostik enorm profitiert.

Neben den Bakterien können biochemische Marker z.B. das Vorliegen von Verdauungsstörungen (Maldigestion/Malabsorption), Entzündungen oder die erhöhte Permeabilität der Darmschleimhautbarriere (leaky gut) nachweisen und die etablierte klinische und labordiagnostische Diagnostik ergänzen.

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